Projekt IPSTA - neues Ausbildungsmodell verbessert Ausbildungsqualität und Zusammenarbeit

SCHEIBBS – Im Landesklinikum Scheibbs läuft derzeit als Pilotprojekt ein neues Ausbildungsprogramm, bei dem Medizin-Studierende und Pflegeschüler über einen Zeitraum von 4 Wochen einen Teil der Patientenbetreuung übernehmen. Ärztliche und pflegerische Lernbegleiter und Mentoren leisten dabei Aufsicht und Supervision.

IPSTA steht als Abkürzung für Interprofessionelle Ausbildungsstation und hat zum Ziel, dass sich die Ausbildungsqualität und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit weiter verbessert. Auf der Internen Station 6 übernehmen seit etwa zwei Wochen die Pflegeschüler der GuKPS Amstetten im 3. Ausbildungsjahr Kerstin Schweighofer und Michael Heigl die Versorgung von PatientInnen im realen Stationsgeschehen. Ihre Ausbildungsverantwortliche leitet an, stimmt geplante weitere Schritte ab, gibt Feedback und trägt auch die Verantwortung.

„Ich übernehme engmaschige Supervision und gebe Kerstin und Michael Rückmeldung zu ihren Entscheidungen. So wird ein eigenverantwortliches Arbeiten in Vorbereitung auf den Berufsalltag gefördert und die ganzheitliche Wahrnehmung der PatientInnen trainiert. Nebenbei werden auch alle geforderten Ausbildungsinhalte für die Schule ganz einfach im Tagesablauf integriert und automatisch erfüllt.“, berichtet die Lernbegleiterin DGKP Martha Schindelegger, Fr. Schindelegger übernimmt nicht nur die Lernbegleitung, sondern investierte im Vorfeld viele Stunden in die Ausarbeitung des Detailkonzeptes, zur Organisation der technischen Ausstattung sowie Gestaltung des Übungsdienstzimmers.

„Bei der Morgenbesprechung erfahre ich besondere Vorkommnisse vom Nachtdienst. Danach erhebe ich die aktuellen Vitalparameter und erfrage das Befinden der PatientInnen. Ich erstelle mit meiner Mentorin den Pflegeplan und führe die Patientenpflege durch. Dazu gehört auch das Vorbereiten der Medikamente und die Unterstützung bei den Mahlzeiten. Bis zur Visite mit dem Arzt, den ich begleite, ist noch Zeit die Pflegetätigkeiten im Pflegebericht zu dokumentieren.“, berichtet Kerstin. „Nach der Visite werden Entlassungsgespräche geführt und die Patientenentlassung abgewickelt. Meist werden gleich wieder neue PatientInnen aufgenommen und es ist ein intensives Aufnahmegespräch durchzuführen. Dazwischen erhalte ich immer Anleitungen und Rückmeldungen von meiner Mentorin“, ergänzt Michael einen exemplarischen Tagesablauf.

„Das neue Ausbildungsprogramm ist sehr gut angelaufen. Die Rückmeldungen von allen Beteiligten und vor allem auch von unseren PatientInnen übertreffen unsere Erwartungen. Wir freuen uns schon, wenn wir beim Herbst-Block das Projekt weiter ausbauen und auch eine/n Medizin-StudentIn im Rahmen von IPSTA begrüßen dürfen“, berichtet die leitende Praxisanleiterin Mag. Daria Benovic.

Das Ausbildungsprojekt läuft in der Pilotphase jeweils über einen Zeitraum von vier Wochen. Kerstin und Michael sind die ersten PraktikantInnen, die niederösterreichweit am IPSTA Projekt teilnehmen.

„Mit IPSTA ermöglichen wir eine praxisbezogene, berufsgruppenübergreifende Lehrsituation im realen Stationsalltag mit direktem Feedback. Das ist Ausbildung auf höchstem Niveau“, freut sich LH-Stv. Stephan Pernkopf über das Engagement bei der Ausbildungsverantwortung im Landesklinikum Scheibbs.

 

BILDTEXT: Die SchülerMichael Heigl und Kerstin Schweighofer mit ihrer Mentorin DGKP Martha Schindelegger (Mitte) im Übungs-Dienstzimmer auf Station 6.

 

 

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