Der Tag der Organspende wurde ins Leben gerufen, um sowohl Dank an Organspenderinnen und Organspender auszudrücken als auch die lebensrettende Bedeutung von Transplantationen sichtbar zu machen. Ziel dieses internationalen Aktionstages ist es, die Bevölkerung zu informieren, Vorurteile abzubauen und Menschen dazu zu bewegen, eine bewusste Entscheidung zur Organspende zu treffen.
„Schwere Erkrankungen können dazu führen, dass ein Organ nicht mehr richtig funktioniert. Meist können nur durch eine Organtransplantation die Überlebenschancen von Betroffenen langfristig verbessert werden. Jede einzelne Organspende kann mehreren Schwerkranken helfen, in Österreich warten derzeit rund 900 Menschen auf ein lebensrettendes Organ,“ berichtet Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Alexander Egger, MSc EDAIC, Leiter der Anästhesiologie und Intensivmedizin. In der Regel stammen Spenderorgane von Personen, bei denen ein irreversibler Ausfall der Hirnfunktionen festgestellt wurde. Bei bestimmen Organen, z.B. Niere oder Leber, gewinnt auch die Lebendspende zunehmend an Bedeutung.
In Österreich gilt die sogenannte Widerspruchsregelung: Grundsätzlich ist jede verstorbene Person automatisch Organspenderin bzw. Organspender, sofern zu Lebzeiten kein Widerspruch eingetragen wurde. Liegt kein Eintrag im Widerspruchsregister vor, dürfen Organe nach dem Tod zu Transplantationszwecken entnommen werden. „Dennoch wird großer Wert daraufgelegt, Angehörige einzubinden und transparent zu informieren“, ergänzt Prim. Dr. Alexander Egger.
Die aktive Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist entscheidend, um Klarheit zu schaffen und im Ernstfall eine Entlastung für die Angehörigen zu bieten.
DGKP Franz Mayrhofer, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger in der Orthopädischen und Traumatologischen Ambulanz des Landesklinikums Scheibbs, betont die Wichtigkeit, über die Abläufe und Voraussetzungen der Organspende zu informieren: „Eine bewusste Entscheidung für oder gegen eine Organspende ermöglicht es Menschen, ihre Wünsche eindeutig festzuhalten. Wird der eigene Wille bereits im Vorfeld klar ausgesprochen, erleichtert dies den Angehörigen den Umgang mit der Situation. Gerade im persönlichen Umfeld können offene Gespräche viel bewirken und das Verständnis und die Akzeptanz zur Organspende erhöhen. Denn eine Organspende kann letztlich Leben retten.“
Rund um den Aktionstag werden einige Gebäude mit der Farbe Grün beleuchtet, um auf die Situation von Menschen aufmerksam zu machen, die auf ein Spenderorgan warten. Im Landesklinikum Scheibbs werden zwei Wochen lang auf einer Pinnwand weiterführende Informationen zur Organspende zur Verfügung gestellt.
Nähere Informationen:
→ Homepage der ÖBIG Transplant www.transplant.goeg.at
→ Gesundheit Österreich www.gesundheit.gv.at/gesundheitsdienstleistungen/transplantation
BILDTEXT: Im LK Scheibbs wird zwei Wochen lang auf einer Pinnwand auf das Thema Organspende aufmerksam gemacht. V.l.n.r. Ärztl. Direktor Prim. Dr. Alexander Egger, MSc, EDAIC und DGKP Franz Mayrhofer.
Foto: LK Scheibbs. Abdruck honorarfrei nur im Zusammenhang mit der beigefügten Presseaussendung. Jegliche weitere Verwendung, Veröffentlichung oder Veränderung der Bildinhalte bedarf der ausdrücklichen Zustimmung der NÖ LGA.
